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Testkonzept PoC-Tests

von Montag, 16.11.2020

Das folgende Testkonzept bezieht sich auf die Anwendung von PoC-Antigentests entsprechend der „Verordnung zum Anspruch auf Testung in Bezug auf einen direkten Erregernachweis des Coronavirus SARS-CoV-2 (Coronavirus-Testverordnung – TestV)“ und der „Allgemeinverfügung des Landes Nordrhein-Westfalen zur Umsetzung des Anspruchs auf Testung in Bezug auf einen direkten Erregernachweis des Coronavirus SARS-CoV-2 gemäß Coronavirus-Testverordnung (TestV) vom 14. Oktober 2020“.

1. Relevantes Testverfahren
Ein PoC-Test ist - einfach ausgedrückt - ein Corona-Schnelltest, bei dem ein Abstrich aus dem Nasen- bzw. Rachenraum (je nach Test-Kit/ Verbraucherinformation) vorgenommen wird und unter Anwendung eines „Test-Sets“ bestimmt und innerhalb weniger Minuten abgelesen werden kann, ob eine Corona-Infektion vorliegt. Die Schnelltests sind im Vergleich zum PCR-Test weniger sensitiv und damit zur alleinigen sicheren Klärung von vermuteten oder bereits eingetretenen Infektionslagen nicht hinreichend.

2. Anspruchsberechtigter Personenkreis
Einen Anspruch auf Testung mit PoC-Tests haben alle Mitarbeitenden und alle Bewohner, allerdings besteht keine Pflicht zur Testung von symptomfreien Personen.
Die Anwendung von PoC-Tests ist nicht angezeigt
a) bei Personen, die mit einer mit SARS-CoV-2 infizierten Person in Kontakt gekommen sind,
b) bei Mitarbeitenden und/oder Bewohnern zur sicheren Erkennung weiterer infizierter Personen bei bereits eingetretener Infektionslage in der Einrichtung oder
c) bei Bewohnern, die neu in die Einrichtung aufgenommen werden.
In diesen Fällen ist die Durchführung von PCR-Tests durch das Gesundheitsamt oder durch einen Arzt erforderlich. Bei Neuaufnahmen darf der PCR-Test nicht älter als 48 Stunden sein. Vor Entlassung aus dem Krankenhaus ist ein PCR-Test durch das Krankenhaus vorzunehmen, sowie eine PCR-Testung am sechsten Tag nach der Aufnahme durchzuführen

3. Häufigkeit der Testung
3.1 Testungen mit Anlass
Bei allen Mitarbeitenden, Bewohnern und Gästen wird täglich ein Symptommonitoring bezüglich einer möglichen Corona-Infektion durchgeführt. Werden beim Symptommonitoring Beschwerden wie Husten, Halsschmerzen, Schnupfen, Atemnot, Geschmacksverlust, erhöhte Temperatur, starke Kopfschmerzen, Übelkeit oder Durchfall festgestellt, wird ein PoC-Test durchgeführt.
Besuchern des Pflegeheims und Gästen wird kein Zutritt in den Paulushof gewährt, sie sollen sich an den Hausarzt wenden.
3.2 Testungen ohne Anlass
Bei symptomfreien Mitarbeitenden, Bewohnern und Gästen werden in der Regel keine PoC-Testungen durchgeführt, Ausnahmen werden mit dem Gesundheitsamt abgesprochen.

4. Vorgehen hinsichtlich der Testungen
4.1 Vorbereitung
Die Testung wird beim Gesundheitsamt beantragt. Dazu wurden das Testkonzept und die Bitte um eine Testkontingentzuweisung eingereicht.
Das notwendige Testmaterial wird eigenverantwortlich durch die Einrichtung bzw. den Dienst beschafft.
Es wurde geeignetes medizinisches Fachpersonal ausgewählt, welches die Tests durchführt. Die Liste der ausgewählten Personen ist hinterlegt bei Frau Schwalfenberg (Einrichtungsleitung).
13 Pflegefachkräfte des Pflegeheims und der Tagespflege wurden durch Frau Dr. Galland eingewiesen. Die Einweisung wurde dokumentiert und bei der Einrichtungsleitung hinterlegt.
Die schriftlichen Einverständniserklärungen werden ebenfalls bei der Einrichtungsleitung hinterlegt.
Es wird ausreichend Schutzmaterial für die Durchführung der Tests eingeplant und vorgehalten (FFP2-Maske, Handschuhe, Schutzkittel, Schutzbrille und -visier).
Die Verantwortlichkeit dafür liegt bei der Einrichtungsleitung
4.2 Durchführung
Für die Durchführung der Tests werden die Empfehlungen zum Tragen von
Schutzausrüstung bei der Durchführung solcher Tests beachtet: FFP2-Maske,
Handschuhe, Schutzkittel, Schutzbrille und -visier.
(Wenn es während einer Testung zu einer Kontamination der Schutzausrüstung kommt,
wird diese gewechselt.)
Der Rachen- bzw. Nasenabstrich wird ausschließlich von einer eingewiesenen
medizinischen Fachperson vorgenommen. Dieser erfolgt in den Bewohnerzimmern bzw. in einem extra benannten Raum.
Die Auswertung erfolgt durch diese Person mittels des Test-Sets unter Beachtung der Gebrauchsanleitung.
Das Testergebnis wird der getesteten Person mitgeteilt. Bei getesteten Bewohnern findet eine Rücksprache mit dem zuständigen Hausarzt statt.
Das Testergebnis wird im entsprechenden Formular dokumentiert.
Positive Testergebnisse werden umgehend dem für den Wohnsitz der getesteten Person
zuständigen Gesundheitsamt mitgeteilt, unter Angabe von Name und Anschrift.
Bei positivem PoC-Test wird in Absprache mit dem Gesundheitsamt ein PCR-Test veranlasst.
Es erfolgt vorsorglich eine Quarantäne, bis das Ergebnis des Kontroll-PCR-Tests
vorliegt.
Das Vorgehen wird mit dem Gesundheitsamt abgestimmt.
Nach der Testdurchführung sind der feste und flüssige Abfall entsprechend der ABAS-Empfehlung „Arbeitsschutzmaßnahmen bei der Point-of-Care-SARS-CoV-2 Diagnostik“ zu entsorgen.

5. Zusätzliche Hinweise
Unabhängig von den PoC-Testungen sind die grundsätzlichen Regeln in der Corona-
Pandemie weiterhin zu beachten:
o Abstand halten
o Händehygiene
o Mund-Nasen-Schutz
o Lüften
Auch ein negatives Testergebnis darf nicht dazu verleiten, diese Regeln nicht mehr
konsequent einzuhalten.

6. Bei folgenden Personengruppen ist ein PCR-Test durchzuführen:
1. Zu der Testung vor/bei Aufnahme in eine Einrichtung ist gemäß Ziffer 6.1 der Allgemeinverfügung NRW „Pflege und Besuche“ vom 28.10.2020 eine PCR-Testung am sechsten Tag nach der Aufnahme durchzuführen.
2. Personen, die in den letzten zehn Tagen, insbesondere in Gesprächssituationen, mindestens 15 Minuten ununterbrochen (ohne MNS/FFP2) oder durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten engen Kontakt zu einer mit dem Coronavirus SARSCoV-2 infizierten Person hatten,
3. Personen, die mit einer mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infizierten Person in demselben Haushalt leben oder in den letzten zehn Tagen gelebt haben,
4. Personen, die in den letzten zehn Tagen durch die räumliche Nähe zu einer mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infizierten Person mit hoher Wahrscheinlichkeit einer relevanten Konzentration von Aerosolen auch bei größerem Abstand (ohne MNS/FFP2) ausgesetzt waren (z.B. Feiern, gemeinsames Singen oder Sporttreiben in Innenräumen),
5. Personen, die sich in den letzten zehn Tagen mit einer mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infizierten Person für eine Zeit von über 30 Minuten in relativ beengter Raumsituation oder schwer zu überblickender Kontaktsituation aufgehalten haben (ohne MNS/FFP2 z.B. Gruppenveranstaltungen),
6. Personen, die in den letzten zehn Tagen durch die „Corona-Warn-App“ des Robert Koch-Institutes eine Warnung erhalten haben,

7. Personen, die Kontakt zu einer mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infizierten Person hatten,
a) die sie in ihrem Haushalt oder in dem Haushalt der mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infizierten Person behandeln, betreuen oder pflegen oder in den letzten zehn Tagen behandelt, betreut oder gepflegt haben, oder
b) von der sie in ihrem Haushalt oder in dem Haushalt der mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infizierten Person behandelt, betreut oder in den letzten zehn Tagen gepflegt werden oder wurden,

8. Bewohner und Mitarbeitende, wenn in den letzten zehn Tagen eine mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 in der Einrichtung infizierte Person festgestellt wurde.

Dieses Konzept zur Schnelltestung im Paulushof ist Bestandteil unseres gesamten Hygiene-Konzepts während der Corona-Pandemie und wird in regelmäßigen Abständen geprüft und angepasst.

Viele Grüße
Babett Schwalfenberg